SEIWAL
 
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Balaenoptera borealis

Namen

Azoren: "Finbeque" - Portugal: Sardinheira - Italien: Balenottera boreale - Spanien: Rorcual Negro - Grossbritannien: Sei whale - Frankreich: Rorquai boréal - Niederlande: Noordse vinvis - Schweden: Sejval - Norwegen: Seihval - Dänemark Seijhval - Japan: lwashi kujira

Beschreibung

Die mittlere Grösse beträgt 15 m und kann bei den erwachsenen Männchen 17 m erreichen. Die Weibchen sind grösser und messen 16 bis 20 m und ihr Gewicht variiert zwischen 20 und 30 Tonnen. Bei der Geburt misst der neugeborene Seiwal 4,5 m und wiegt bis zu einer Tonne. Die Trächtigkeitsdauer ist 12 Monate und die Weibchen gebären alle 3 bis 4 Jahre ein Kalb.. Die Laktationsperiode dauert mindestens 6 bis 7 Monate. Der Seiwal hat eine Lebenserwartung von 60 Jahren. Die Rückenseite und die Brustflossen der Erwachsenen sind dunkelgrau und tragen graue oder weisse Narben von kleinen Haien. Die Bauchseite ist heller und hat 32 bis 36 Furchen, die sich vom Hals bis zu den Brustflossen ausdehnen. Im Oberkiefer befinden sich 300 bis 400 dunkelgraue Bartenpaare. Die Hauptnahrung besteht aus kleinen planktonischen Krabben (Copepoden) und aus kleinen Fischen wie Hering und Sardinen (Herkunft des portugiesischen Namens "Sardinheira"). Der Seiwal sendet metallene Töne von einer Frequenz von 3 kHz aus.

Beobachtungen

Die Azoren sind mit Sicherheit ein Gebiet, durch das der Seiwal nur durchzieht, zwar das ganze Jahr über, aber unregelmässig, wie unsere Beobachtungen zeigen. Die Tiere, die wir angetroffen haben, waren oft alleine, einige Male auch zu zweit. Von Weitem ist es unmöglich, diesen Furchenwal von den anderen zu unterscheiden. Aufgrund der Grösse ist es möglich, ihn mit dem Finnwal und dem Zwergwal zu verwechseln. Der Finnwal ist auf der Bauchseite jedoch viel weisser als der Seiwal und die Färbung ist ungleichmässig. Zusätzlich ist der Blas des Seiwales nur 2 bis 3 Meter hoch. Er ist ohne Zweifel der schnellste Furchenwal und kann sich mit einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 30 Knoten fortbewegen. Bei ruhiger See ist es möglich, ihm wegen des durch die Schwanzschläge aufgewühlten Wassers zu folgen. Er atmet alle 30 Sekunden und taucht selten länger als 2 bis 3 Minuten.

Cetaceen der Azoren