Sowerby-Zweizahnwal

Mesoplodon bidens

Sowerby, 1804 Stranded Captured von Espaço Talassa beobachtet

Azoren: Bico de Garrafa - Portugal: Baleia de bico de Sowerby - Italien: Mesoplodonte di Sowerby - Spanien: Ballenato de hocico de Sowerby - Grossbritannien: Sowerby's beaked whale - Frankreich: Mesoplodon de Sowerby - Niederlande: Gewonespitssnuitdolflin - Schweden: Sowerbys näbbval - Norwegen: Nebbhaval - Dänemark: Naebvhal - Japan: Yoporra ogiha kijira
Der Körper des Sowerby-Zweizahnwales ist von grau-blauer bis schiefergrauer Farbe. Der Kopf ist gestreckt und geht in einen geraden und langen Schnabel über. Es gibt zwei " V-förmige" Furchen mit sich nicht vereinenden Schenkeln unter dem Hals. Die erwachsenen Männchen werden durchnittlich 4 bis 5 m lang und können bis zu 6 m erreichen. Die Weibchen sind im Allgemeinen kleiner. Das Gewicht variiert zwischen 1.000 und 1.500 kg, aber einige Tiere können bis zu 3 Tonnen erreichen. Die Zahnung der Männchen ist sehr charakeristisch; es handelt sich nur um ein einzelnes, sichtbares Zahnpaar in der Mitte des Unterkiefers, sogar sichtbar, wenn der Schnabel geschlossen ist. Er ernährt sich vorwiegend von Kalamaren und kleinen Fischen. Die Trächtigkeit dauert 12 Monate, das Neugeborene misst 2 bis 2,7 m und wiegt 170 bis 180 kg.. Die Laktationsperiode dauert wahrscheinlich mindestens ein Jahr.
Unsere Beobachtungsstatistiken auf dem Meer (5 % unserer Ausfahrten) deuten ohne Zweifel nicht die reelle Zahl dieser Wale in den azoreanischen Gewässern an. Eigentlich werden sie das ganze Jahr häufig von den Beobachtungsposten gesehen. Es ist ein "scheues" Tier, schwierig vom Boot aus zu beobachten und fast unmöglich, ihn sicher zu identifizieren. Er teilt die Gewässer mit anderen Schnabelwalen, wie dem Gervais-Zweizahnwal und dem Biainville Zweizahnwal, mit denen er leicht verwechselt werden kann. Die charakeristische Position der beiden Zähne bei dem Männchen kann dem Beobachter helfen, ebenso wie das Verhalten, dass dieses Tier seinen langen Schnabel aus einem bestimmten Winkel kurz vor dem Abtauchen zeigt. Diese Spezies kann ebenfalls mit dem Cuvier-Schabelwal verwechselt werden. Letzterer ist jedoch von oranger Farbe und toleriert eher die Anwesenheit von Booten. Wir haben regelmässig Gruppen mit 5 bis 6 Tieren gesehen. Bei mehreren Beobachtungen haben wir diese Tiere zu zweit beim fast synchronischen Springen gesehen, den Körper ganz aus dem Wasser; ein bisschen wie der grosse Tümmler. Die Tauchzeiten sind sehr unregelmässig und variieren zwischen 5 und 10 Minuten. Es ist schwierig, seinen Wanderweg und die Stelle des nächsten Auftauchens vorherzusehen.