RAUHZAHNDELFIN
   
   

Steno bredanensis

Namen

Portugal: Caleirho - Italien: Steno - Spanien: Delfin de pico largo - Grossbritannien: Rough-toothed dophin - Frankreich: Stäno - Niederlande: Snaveldlfijn - Japan: Shiwaha iruka

Beschreibung

Der ausgewachsene Rauhzahndelfin misst 2,1 bis 2,7 m bei einem Gewicht zwischen 120 bis 160 kg. Die Länge des Neugeborenen beträgt ungefähr 1 m. Die Form des Kopfes ist einmalig: Es besteht keine Abgrenzung zwischen dem geraden Schnabel und dem Kopf. Der Kopf, die Brustflossen und die Fluke sind dunkelgrau, besät von sternförmigen weissen und rosa Flecken. Der Schnabel und der Bauch sind weiss bis zum Anus. Jeder Kiefer ist mit 20 bis 27 Paaren breiter, rauher (Herkunft des englischen Namens: Rough-toothed) und halbkonischer Zähne ausgestattet. Die Lippen sind weiss. Der Rauhzahndelfin ernährt sich von kleinen Fischen, Kalamaren und auch von bestimmten pelagischen Mollusken. Akustische Studien sind in Gefangenschaft gemacht worden. Man hat Klicks von einer Frequenz von 0, 1 bis 200 kHz aufgenommen.

Beobachtungen

Bei mehreren Ausfahrten wurde im Sommer 1995 eine Gruppe von Rauhzahndelfinen bei den zentralen Inseln beobachtet, zu einer Zeit, in der die Wasserlemperatur besonders hoch ist. Im Allgemeinen kommt dieses Tier in den tropischen und subtropischen Zonen vor, dort, wo die Wassertemperatur selten unter 25º Celsius fällt. Der Rauhzahndelfin ist schwierig zu beobachten, weil er bis zu 15 Minuten abgetaucht bleibt. Zusätzlich ist er ein schneller Schwimmer; er kann 15 Knoten erreichen. Er liebt es, in der Bugwelle von schnellen Booten zu reiten, mit denen er ein Wettrennen macht, weniger freiwillig allerdings als der Atlantische Fleckendelfin. Der Rauhzahndelfin kommt in Gruppen von 10 bis 20 Tieren oder mehr vor. Manchmal beobachtet man ihn zusammen mit Grindwalen, Grossen Tümmlern oder Atlantischen Fleckendelfinen. Man kann ihn leicht mit den beiden Letztgenannten verwechseln. Besonders die weisse Farbe des abgeflachten Schnabels und die Anwesenheit von weissen und rosa Flecken auf dem Rücken ermöglichen jedoch eine Identifizierung.