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Balaenoptera physalus
Namen
Azoren: "Finbeque" - Portugal: Baleia comum - Italien:
Balenottera comune - Spanien: Ballena boba - Grossbritannien: Fin
whale - Frankreich: Rorqual commun - Niederlande: Gewone vinvis
- Schweden: Sillval - Norwegen: Finnvhal - Dänemark: Finhval - Japan:
Nagasu kujira
Beschreibung
Der Finnwal ist nach dem Blauwal das zweitgrösste Tier der Erde.
Die mittlere Grösse der erwachsenen Weibchen beträgt 19 m und kann
24 m erreichen bei einem Gewicht von 80 Tonnen. Die Männchen sind
immer kleiner, sie haben eine Maximalgrösse von 21 m. Die Hautfarbe
ist dunkelgrau auf dem Rücken und weiss auf der Bauchseite. Die Farbe
des Kopfes ist ungleichmässig. Der rechte Unterkiefer und die rechten
Barten sind weiss, während der linke Unterkiefer und alle linken
Barten grau sind. Der Oberkiefer trägt 260 bis 480 Bartenpaare.
Er ernährt sich vorwiegend von kleinen, planktonten Krebsen. Die
Weibchen gebären alle 3 bis 4 Jahre ein Walkalb. Die Trächtigkeit
dauert 12 Monate. Bei der Geburt misst der Finnwal 6 m und wiegt
2 bis 3 Tonnen. Die Entwöhnung setzt bei 6 Monaten nach der Geburt
ein. Der Finnwal lebt mindestens 80 Jahre. Er sendet verschiedene
Töne von einer Frequenz von 0,01 bis 28 kHz aus.
Beobachtungen Es gibt wenig Finnwale in den azoreanischen Gewässern. Wir haben
ihn nur bei 3 % unserer Ausfahrten angetroffen, obwohl er leicht
durch seinen geräuschvollen und hohen Blas (4 bis 6 m) zu erkennen
ist. Die Gruppen, die das Team von Espaço Talassa angetroffen hat,
bestanden aus 4 bis 5 Tieren. Sie durchwanderten immer die gleiche
Reiseroute, ohne sich von uns stören zu lassen. Sie sind hervorragende
Schwimmer; auf ihren Wanderrouten bewegen sie sich mit einer Geschwindigkeit
von 8 bis 10 Knoten fort, sie tauchen unregelmässig auf und atmen
3 bis 4 mal, bevor sie 2 bis 3 Minuten abtauchen. Bevor sie in die
Tiefe tauchen, sieht man ihren Rücken, aber nicht die Flunke. Man
kann ihn mit dem Seiwal und dem Blauwal verwechseln. Das sicherste
Erkennungsmittel ist die ungleichmässige Färbung des Unterkiefers
und der Barten.
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