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Balaenoptera musculus
Namen
Azoren: "Finbeque" - Portugal: Baleia Azul - Italien: Balenottera
Azzura - Spanien: Ballena azul - Grossbritannien: Blue whale - Frankreich:
Grand rorqual - Norwegen: Blaahaval - Japan: Nagasu kujira
Beschreibung
Der Blauwal ist das grösste Tier der Erde. Diese Walart wird in
drei Subspezies unterteilt. Auf den Azoren handelt es sich um die
Subspezies: Balaenoptera musculus. Das grösste bekannte Exemplar
war 33 m lang und wog 190 Tonnen. Die mittlere Grösse liegt jedoch
bei 24 bis 26 m. Die Weibchen sind etwas grösser als die Männchen.
Die Trächtigkeitsdauer beträgt ungefähr ein Jahr. Sie gebären alle
2 bis 3 Jahre ein Walkalb, das bei der Geburt 7 m lang ist und 6
bis 7 Tonnen wiegt. Das Entwöhnen setzt bei ca. 7 Monaten ein. Das
Junge misst dann 15 m und hat jeden Tag 90 Liter Milch getrunken;
das ergibt insgesamt 190 Tonnen bis zur Entwöhnung. Die Farbe ist
blaugrau mit hellen, über den ganzen Körper verteilten Flecken.
Verglichen mit anderen Furchenwalen ist der Kopf sehr platt und
gross. Die Rückenfinne sitzt sehr weit hinten. Der Oberkiefer ist
mit ungefähr 270 bis 400 schwarzen Barten ausgestattet, die bis
zu 1 m lang und 55 cm breit werden können. 55 bis 90 Furchen sitzen
am Hals und erstrecken sich bis zum Nabel. Er ernährt sich vorwiegend
von Krebsen wie dem Krill und verschlingt durchschnittlich 4 Tonnen
von diesen kleinen Krabben. Der Blauwal hat eine Lebenserwartung
von 60 Jahren. Er produziert Ultraschalltöne von 6 bis 31 kHz, vergleichbar
mit denen von Zahnwalen, und Ächzlaute von 0,01 bis 0,4 kHz.
Beobachtungen Der Blauwal war nicht das Jagdziel der traditionellen azoreanischen
Walfänger, aber die internationale industrielle Waljagd anderer
Nationen rottete diese Spezies fast bis zum Aussterben aus. Wahrscheinlich
konnte man aus diesem Grund den Blauwal in den letzten zehn Jahren
so gut wie nicht in den azoreanischen Gewässern beobachten. Dennoch
wurde er 1997 von Espaço Talassa erstmals wieder gesichtet, was
sein Vorkommen in dieser Region bestätigt. Der Blauwal kann mit
dem Finn- und dem Seiwal verwechselt werden, jedoch die Grösse unterscheidet
sie sicher. Der Blauwal taucht auch länger (bis 30 Minuten), sein
Blas ist viel imposanter, er kann 9 bis 12 Meter erreichen. Besonders
vor dem Abtauchen zeigt er häufig seine Schwanzflosse. Seine Schwimmgeschwindigkeit
liegt bei 4 bis 6 Knoten. Verfolgt kann er für mehrere Stunden bis
zu 15 Knoten schwimmen, ja sogar kurzfristig bis 20 Knoten.
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